In allen guten Stunden

Melodie: Karl Friedrich Zelter 1799
Text: Johann Wolfgang v. Goethe 1775

1. Strophe

In allen guten Stunden, erhöht von Lieb und Wein,
soll dieses Lied verbunden von uns gesungen sein!
||: Uns hält der Gott zusammen, der uns hierher gebracht,
erneuert unsre Flammen, er hat sie angefacht. :||

3. Strophe

Wer lebt in unserm Kreise, und lebt nicht selig drin,
genießt die freie Weise und treuen Brudersinn?
||: So bleibet alle Zeiten Herz Herzen zugekehrt,
von keinen Kleinigkeiten wird unser Bund gestört. :||

4. Strophe

Uns hat ein Gott gesegnet mit freiem Lebensblick,
und alles, was begegnet, erneuert unser Glück.
||: Durch Grillen nicht gedränget, verknickt sich keine Lust,
durch Zieren nicht geenget, schlägt freier unsre Brust. :||

5. Strophe

Mit jedem Schritt wird weiter die rasche Lebensbahn,
und heiter, immer heiter steigt unser Blick hinan.
||: Uns wird nimmer bange, wenn alles steigt und fällt,
und bleiben lange, lange, auf ewig so gesellt. :||